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We need the water... · 24. Juli 2006, 14:18 von Steffen

...and it’s ok to say no. At least for some people. Und deshalb kommen im lokalen TV auch ständig Werbespots zum Thema Wasser. Hört sich komisch an, ist aber so. ;D

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist am Samstag eine Abstimmung darüber, ob das Abwasser in Toowoomba recycled und dann gesäubert direkt wieder in die Dämme geleitet werden soll oder nicht. Dieses Projekt wurde aufgrund der akuten Wasserknappheit in der Gegend rund um unseren Studienort ersonnen. Anscheinend hat es hier schon seit Jahren nicht mehr wirklich geregnet (also mehr als ein paar Schauer, that is). Deshalb konnten sich die drei Dämme, die die Stadt hier oben auf dem Berg mit Trinkwasser versorgen, nicht erholen und mehr Wasser ansammeln. Weitere Infos gibt’s auf diversen Webseiten und Blogs. Ansonsten gibt’s Sites von lokalen Shops und Anbietern als auch mehr oder weniger offizielle Webseiten zu Toowoomba an sich – selbst in der englischen Wikipedia finden sich einige Informationen.

Der Wasserstand der Dämme ist also seit längerem konstant am Absinken bis zu einem aktuellen Füllstand von etwa 21%. Deshalb hat man hier in Toowoomba auch zur Zeit “Water Restriction Level 4” – und ab August wird’s dann wohl Restriction Level 5 (ab 20% Füllstand) geben. Auf dieser höchsten Stufe werden die Bewohner dann z. B. gebeten, ihre täglichen Duschen zu stoppen (3-5 Minuten sind empfohlen) und den sonstigen Wasserverbrauch möglichst zu minimieren. Es ist zur Zeit wohl noch unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, Pflanzen im Garten etc. mit Eimern zu bewässern. Das wird mit Stufe 5 vorbei sein und sicherlich nur noch mit Ausnahmegenehmigungen möglich sein. Nichtbefolgen diverser Anweisungen wird dann sicherlich auch Strafen nach sich ziehen. Soviel zur “Gartenstadt” Toowoomba und ihren zahllosen Parks und Gärten.

Die letzten Tage hat es ein wenig geregnet und die Einheimischen schienen ganz erfreut darüber zu sein, da dass wohl seit langem der ergiebigste Regen in dieser Region war. Leider noch nicht genug, um Abflüsse in die Dämme zu generieren, aber immerhin ein Anfang für die vertrocknete Flora und Fauna hier. Mittlerweile ist das Gras in der Gegend sogar etwas grüner geworden. Also was man so Gras nennt hier, jedenfalls. ;)

Am Sonntag nach unserer Ankunft am Freitag nahmen X und ich an einem Ausflug in die nähere Umgebung teil. Mit dem Bus ging’s an den Dämmen vorbei zu einem schicken Grillplatz am Crestbrook Dam. Sehr schöne Gegend dort. Und die Känguruhs, die da frei rumlaufen sind um einiges größer als die, die ihr auf dem Foto mit mir aus Dreamworld sehen könnt. Schönes Ding. Ansonsten gibt’s da riesige Ameisen samt großen Ameisenhügeln, laute und bunte Vögel und halt den elektrischen Grill samt Sitzgelegenheiten. Da Axel seine Kamera natürlich bei unserem ersten “richtigen” Ausflug nicht dabei hatte, gibt’s da leider keine Fotos von. Vielleicht kriegen wir ja mal irgendwann ein paar von anderen Leuten ran, die mit im Bus waren.

Erster “richtiger” Ausflug sage ich mal, da wir am Samstag Abend nach unserer Ankunft am Freitag gleich mal mit unseren WG-Kumpanen in die Innenstadt gefahren sind und uns dort die Clubs angesehen haben. Erst hieß es ja, dass wir in einen Irish Pub namens “Fibbers” fahren, doch dann stellte sich der Pub schnell als so ‘ne Art Disco, getarnt als Irish Pub heraus. Unten gab’s Live-Musik von einer Coverband, während oben die Post zu Eurodance-Rhythmen (oder so in der Art jedenfalls) abging. Danach ging’s noch in 3 andere Clubs, bevor wir dann (dank Jetlag immernoch oder schonwieder wach :P) wieder per Taxi nach Hause fuhren um zu versuchen zu schlafen. In den anderen Clubs wurde übrigens die gleiche “Musik” gespielt. Die Leute hier scheinen es jedenfalls zu mögen. Ich hab noch rumgescherzt, dass gleich “Mr. Vain” kommt – und naja, was soll ich sagen – diesen Samstag kam’s. :P *hust*
Übrigens gibt’s hier in den Clubs sämtlichst Türsteher, die peinlich genau sind, am Eingang. Führerschein oder Ausweis sind als Altersnachweis Pflicht. Für uns heißt das im Normalfall, dass der Reisepass am einfachsten ist, um reinzukommen. Schöner Aufwand, den mitzuschleppen. Aber es lohnt sich – Axel kam diesen Samstag nicht ins Tat’s, da er nur seinen Studentenausweis dabei hatte. Da steht zwar sein Geburtsdatum drauf, aber das reichte den Bouncern nicht. Tz. Lächerlich. Wären wir bloss im Fibbers geblieben – da kamen wir auch mit Student-ID relativ locker rein – obwohl der Türsteher mir in unverständlichem Geblubber bei lauter Hintergrundbeschallung was erzählen wollte von wegen “usually…bla…blub…these cards..blah”. Aber da er wohl Donnie (unseren Mitbewohner) kannte und wir ihm anscheinend alt genug aussahen, hat er ‘ne Ausnahme gemacht. Netter Typ. ;D Naja, ich hätte zur Not noch den Reisepass als Trumpf aus dem Ärmel ziehen können. ;)

So – genug zu den Wasser- und Musikproblemen hier. If you want to drink sewage water: Vote yes! We need the water! Otherwise: It’s ok to say no (as stated on bills on some properties here).

Ich bin mal gespannt, was bei der Abstimmung rumkommt. Aber egal, was passiert – ich werde wohl in 3 Jahren (oder wann auch immer die hier dann ein Recyclingwerk haben), nicht mehr im Student Village sein. Ich würde dann wohl am Samstag mit “ja” stimmen (wer will schon seine Duschvorgänge timen – die spinnen die Aussies). Aber ich hab mich auch noch nicht mit dem Problem und den möglichen Alternativen zum Recycling befasst. Obwohl ich sagen muss, dass ich im Normalfall der Wissenschaft vertraue. Nur Konzernen oder städtischen Einrichtungen wohl eher nicht. Hm. Ja. Nein. Ich mein: Jein!

  1. we don’t need no water, let the motherfu**er burn, burn motherfu**er…BURN!


    — Beschi    28. Juli 2006, 12:13    #
  2. :)


    Graste    28. Juli 2006, 15:38    #

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